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Gondelkurs 2019

veröffentlicht um 04.05.2019, 09:10 von T F
Weißer Schnee glitzert noch auf den Bergen und Anhöhen rund um den See und die Temperaturen sinken von 12 Grad auf 8 Grad und dann auf 4 Grad samt Nieselregen, aber all das kann uns 4 Gondelschüler nicht abhalten, denn wir spüren die venezianische Sonne und die italienische Leichtigkeit in unseren Herzen. Während so mancher Venedigtourist der irrigen Ansicht ist, dass die Gondoliere dort nur im Wasser oder gar am Boden staksen, wollen wir die hohe Kunst des venezianischen Ruderns verstehen und erlernen. 

Neben Bootskunde und Rudertechniken üben wir uns dabei auch noch so ganz nebenbei in der italienische Sprache (Bootsbestandteile und Ruderbefehle) und lauschen interessanten Erfahrungsberichten unserer Vogalonga-erfahrenen Ausbilder. Dies motiviert uns sehr, erspart unseren beiden Lehrern jedoch leider nicht so manches Leiden: So wird deren Sitzplatz beim Wasserlassen des Bootes erst mal gründlich nass gemacht, das Boot wackelt und schwankt mehr anstatt stilvoll über das Wasser zu gleiten und es kann einem schon ganz schwindelig werden, weil im Kreis fahren halt irgendwie am einfachsten geht! 

Doch bald stellen sich auch erste Erfolge ein: Das Ruder springt nicht mehr dauernd aus der Fórcola, bremsen und steuern gelingt immer besser, das Geradeausrudern ähnelt immer mehr einer Linie anstatt unkoordiniertem Zick-Zack und die gefahrenen 8er um die Bojen sind zwar etwas unförmig aber doch als solche erkennbar. 

In der letzten Kursstunde wird unser aller Mühe und Einsatz belohnt: Bei strahlendem Sonnenschein und 18 Grad genießen wir das Gefühl, dass das Boot endlich das macht, was wir wollen! Wir umrunden die Bucht und üben mehrfach das Anlanden (mit hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer) und es gelingt uns allen mehr oder weniger elegant aber letztendlich doch erfolgreich! 

Unsere Ausbilder geben uns mit auf den Weg, dass wir nun alles gezeigt bekommen haben und auch fast alle Bedingungen (Regen, Kälte, Sonne, Wind) austesten konnten bis auf starke Wellen. Wir wissen, dass wir noch viel üben müssen, fühlen uns aber dank unserer beiden guten Lehrmeister auch für diese Herausforderung bestens vorbereitet!

C.H.
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